»Schlaglochdetektor«

Fahr ruhig Fahrrad!

Es holpert ordentlich! Besitzt man nicht gerade ein Mountainbike mit guter Federung, kann es auf dem Fahrrad schnell unangenehm werden. Die Einkäufe in der Tasche und die Kinder im Lastenrad werden ordentlich durchgeschüttelt und bei der kleinsten Unachtsamkeit handelt man sich leicht einen Achter ein, der repariert werden muss. Doch was kann man dagegen machen? Jedes einzelne Schlagloch verorten und melden? Für diese Sisyphos-Aufgabe entwickelt Jan gemeinsam mit der HTWK Leipzig einen Schlaglochdetektor, um hier Abhilfe zu schaffen.

Darum geht es

Alle, die regelmäßig mit dem Fahrrad unterwegs sind, kennen das Problem: Straßenschäden überall. Viele Kommunen haben nicht die Kapazitäten jede einzelne Störstelle zu beheben oder wissen erst gar nicht, dass diese existiert. Hier setzt das Schülerprojekt von Jan an. Durch einen am Rad angebrachten Sensor sollen Schlaglöcher automatisch als Datenpunkte registriert und anschließend der Stadt Leipzig weitergeleitet werden. Doch mehr darüber erfährst du in Jans Blog-Beitrag.

Viel Spaß beim Lesen!

Mein Schlagloch-Blog!

Herzlich Willkommen auf meinen neuen Blog: Schlaglochdetektion.

Ich möchte euch über das Projekt und die Vorschritte informieren. Mit diesem Projekt möchte ich die Fahrradwege in der Stadt Leipzig auf Fahrtauglichkeit prüfen. Dafür entwickle ich ein Messsystem, das an viele verschiedenen Fahrradtypen installiert werden kann, um so die Fahrtauglichkeit auf den Radwegen und Straßen zu testen.

Für das Messsystem habe ich mir überlegt, einen GPS-Sensor und einen Schock-Sensor mit einer Mikro-SD-Karte zu verbinden, um so die Erschütterungen auf einer Karte des Straßennetzes zu dokumentieren. Die Tauglichkeit der Radwege soll mittels Markierungen in den Farben rot, grün und gelb dargestellt werden.

Zusammengefasst:

  • Problem: Der schlechte Zustand von Fahrradwegen in Leipzig
  • Ziel: Kartierung des Zustandes zur Übermittlung an Verantwortliche, mit der Hoffnung die Qualität langfristig zu steigern
  • Wo: Leipzig
  • Wer: Jan Ebert, Schüler der 11. Klasse
  • Wann: Oktober 23 – Juni 24

Oktober 2023 - Es geht los!

Angefangen habe ich damit, mir Gedanken über den Aufbau der Sensoren und Platinen zu machen. Zur Einkaufsliste: Ich benötige ein Mikrokontroller (ESP8266) als Kontrolleinheit für die Steuerung der Messungen, ein Mikro-SD-Modul mit einer SD-Karte als Datenspeicher. Ich verwende eine einfache Adapterplatine zur Übertragung der Kommunikationssignale zwischen den Modulen und zur Versorgung der Komponenten mit Strom und Spannung. Außerdem benutze ich einen GPS-Sensor zur Bestimmung meiner aktuellen Position und einen Schock-Sensor, um die Stärke der Unebenheiten einer Straße zu messen. Eine Powerbank verwende ich als Energieversorgung meines Aufbaus.

Jetzt wird gebaut: Ich habe die Kabelverbindungen auf der Platine erstmal verlötet und habe per kompakter Bauweise das Mikro-SD Modul, der ESP und die Platine übereinander-gesetzt. Anschließend habe ich die beiden Sensoren an die Platine angeschlossen und einen prototypischen Programmcode für den ESP8266 geschrieben, um die Sensoren zu testen. Währenddessen habe ich auch nach einem passenden Material gesucht, um sie vor Wettereinflüssen zu schützen. Ich habe alles so geplant, dass die SD-Karten-Auslesung nur an einem Computer durchgeführt werden kann.

 

In meine nächsten Blogbeiträgen möchte ich die Codes genauer erklären, die ich erstellt und weiterentwickelt habe. Mein Nächster Blogbeitrag kommt voraussichtlich Anfang Dezember.