Pop-Up-Schaufenster

Weitsicht statt Leerstand

Verstaubte, leerstehende Geschäfte findet man überall. Durch Schließungen und Leerstand verlieren zahlreiche Innenstädte ihre regionale Einzigartigkeit und Attraktivität. Das muss aber nicht so bleiben! Vielerorts beleben Kreative, Bürger*innen und Initiativen ihre Innenstädte wieder. Gestalte auch du deine Innenstadt mit und fülle die leeren Schaufenster mit neuen Ideen.

Schritt für Schritt

Pop-Up-Schaufenster sind zeitweise gestaltete Schaufenster, die in leerstehenden Geschäftsräumen eingerichtet werden. Sie können als Plattform für Kreative oder zum Erproben und Präsentieren von neuen Ideen von Gründer*innen, Unternehmer*innen oder Bürgerinitiativen genutzt werden. Ganz nebenbei sind sie zudem tolle Hingucker.

  1. Suche Mitstreiter*innen und Kreative – Sprich Bekannte und Freund* innen bei dir vor Ort an, ob sie gemeinsam mit dir ein Pop-Up-Schaufenster gestalten möchten. In einer Gruppe ist man meist kreativer, erhält neue Einblicke und Sichtweisen und der Spaß kommt dabei auch nicht zu kurz.
  2. Überlege dir ein Konzept – Bevor du auf die Ladeninhaber*innen oder Vermieter*innen zugehst, überlege dir ganz genau, was du zeigen möchtest, wie dein Schaufenster später aussehen soll, wie viel Platz und welche Ressourcen (Material, Strom, Ladeanschlüsse) du dafür brauchst und über welchen Zeitraum du deine Idee präsentieren möchtest. Plane in deinem Gestaltungskonzept, wenn möglich, Beteiligungsmöglichkeiten mit ein und überlege dir interaktive Elemente.
  3. Verbündet euch – Stelle deine Idee anderen Initiativen vor. Je mehr lokale Akteure deine Idee unterstützen, desto wahrscheinlicher stellen Ladeninhaber*innen oder Vermieter*innen ihre Schaufenster später zur Verfügung. Zudem besteht die Möglichkeit, dass andere deinem Beispiel folgen und so ein größeres Netzwerk entsteht.
  4. Binde deine Kommune mit ein – Kommunen sind daran interessiert, dass ihre Innenstädte attraktiv sind. Ihre Verwaltungen können hierbei verschiedene Rollen (Moderation, Finanzierung, Ausführung etc.) einnehmen und deinem Projekt zum Erfolg verhelfen.
  5. Gewinne Eigentümer*innen für deine Idee – Es ist nicht immer ganz leicht, Eigentümer*innen von einer nicht kommerziellen Nutzung zu überzeugen. Durch dein breites Netzwerk an Akteur*innen und Unterstützer*innen sowie gezielte Beteiligung der Eigentümer*innen können jedoch Voraussetzungen geschaffen werden, von denen jede*r profitiert.
  6. Präsentiere deine Idee – Gestalte gemeinsam mit deinen Unterstützer*innen das Schaufenster. Für mehr Aufmerksamkeit: Organisiere eine Eröffnungsfeier und lade Vertreter*innen lokaler Medien ein, um über dein Projekt zu berichten.