Querungshilfen

Mit mehr (Ein-)Sicht im Verkehr

»Den Verkehr vor lauter Autos nicht sehen«: So falsch die Redewendung auch klingt, sie trifft leider vielerorts zu. Zwischen fahrenden und parkenden Autos gibt es für Fußgänger*innen oft kein Durchkommen und die großen Automodelle hindern die freie Sicht. Eine gefährliche Situation für alle. Wir zeigen dir, wie du dich mit Querungshilfen für mehr Einsicht einsetzen kannst.

Schritt für Schritt

  1. Die Gefahrenstelle – Überlege an welcher Straße du regelmäßig Probleme beim Überqueren hast. Gibt es Stellen, die regelmäßig durch falschgeparkte Autos blockiert werden? Querungshilfen können dort den Übergang sicherer und leichter machen.
  2. Suche dir Mitstreiter*innen – Sprich Nachbar*innen, Freund*innen und andere Initiativen an, ob sie sich mit dir für eine Querungshilfe einsetzen möchten. Je mehr Personen dich unterstützen, desto leichter findet deine Forderung Gehör.
  3. Die Richtlinien – Welche Querungshilfe und Führungsform für deine Straße geeignet ist, hängt von der zulässigen Höchstgeschwindigkeit, der Verkehrsmenge und vom Fußverkehr ab. Einen Überblick dazu findest du hier und hier.
  4. Sammle Daten – Um einen Antrag bei der zuständigen Behörde einzureichen, brauchst du eine gute Grundlage. Dokumentiere hierfür den Verkehrsfluss und notiere wie viele Fußgänger*innen und Autos unterwegs sind. Unfallstatistiken und Standorte von Schulen sind ebenfalls wichtige Informationen. Denn das bedeutet, dass besonders schutzbedürftige Fußgänger*innengruppen wie Kinder unterwegs sind.
  5. Formuliere einen Antrag – Schildere in deinem Schreiben an die zuständige Behörde (z. B. Bürgermeister*in, Stadträt*innen oder Dezernent*innen) zunächst dein Anliegen und nenne den Ort. Gehe auf die Gefahrensituation ein und begründe deine Forderung mit Hilfe deiner erhobenen Daten. Falls vorhanden, nehme auch Bezug auf die Ziele deiner Kommune, um dein Anliegen zu untermauen.
  6. Gebe nicht auf – Lass dich nicht entmutigen, wenn es nicht sofort klappt. Bleibe dran und organisiere z. B. eine Aktion, um auf das Problem hinzuweisen und mehr öffentliche Aufmerksamkeit zu schaffen. ➜ zebrastreichen

Was solltest du bei der Errichtung einer Querungshilfe beachten?

  • Zwischen den kreuzenden Verkehren muss immer eine Sichtbeziehung gewährleistet sein.
  • Die Querungshilfe muss eindeutig und gut erkennbar sein.
  • Eine Querungshilfe sollte barrierefrei gestaltet sein – auch für sehbehinderte und blinde Menschen.
  • Der Fußverkehr sollte möglichst direkt (ohne Umwege) geführt werden, damit die Querungshilfe akzeptiert wird.

Ideen für die Verkehrswende

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