»Warmgefahren« statt kaltgefroren – Studenten auf Lastenrädern helfen Berliner Obdachlosen im Winter

26.02.2018 in Aktuelles

An so eiskalten Tagen wie heute will man am liebsten gar nicht raus. Lieber drinnen die Heizung hochdrehen und schön einkuscheln. Dass es Mensch gibt, die bei dieser Kälte auf der Straße leben und sogar vom Kältetod bedroht sind, vergisst man dabei schnell. In Berlin sind es etwa 10.000 Menschen, die kein eigenes Dach über dem Kopf haben und die Zahl steigt immer weiter an.

Die bestehenden Hilfsangebote erreichen nicht alle – zum einen weil es im Verhältnis zu den Obdachlosen nicht genügend Angebote gibt und zum anderen weil einige Angebote wie Notunterkünfte von manchen Betroffenen erst gar nicht aufgesucht werden.

Die beiden Berliner Studenten Elias Dege, 21, und Frederyck Bieseke, 25, wollen mit ihrem von »DIY. Dein Mobilitätsprojekt« unterstützten Projekt »Warmgefahren«  unkomplizierte Vor-Ort-Hilfe leisten, indem sie den Winter über mit ihren Lastenrädern durch Berlin fahren und Schlafsäcke und Kleidung an Obdachlose verteilen.

Zwei- bis dreimal wöchentlich sind die beiden unterwegs und erreichen Obdachlose mit ihren Lastenrädern CO2-neutral auch an schwer zugänglichen Plätzen wie in Parks oder unter Brücken. Zusätzlich informieren sie direkt vor Ort über Anlaufstellen für Obdachlose, wie etwa Unterkünfte oder Suppenküchen. Und sie hören zu und geben den Obdachlosen das Gefühl Teil unserer Gesellschaft zu sein – ein Gefühl, dass Sie oft nicht haben.

Ihr wollt die beiden unterstützen? Dann meldet euch bei ihnen, wenn ihr in Berlin wohnt und warme Kleidung, Schlafsäcke oder Isomatten habt, die ihr nicht mehr braucht.

Zudem könnt ihr die aktuelle Crowdfunding-Kampagne von »Warmgefahren« bei Startnext unterstützen.

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