Klimatipp: Was ist noch besser als recyceln?

12.05.2020 in Klimatipp

Wiederverwenden…Na klar! Denn auch, wenn Materialien wiederaufbereitet werden und daraus Neues entsteht, erzeugt dieser Prozess Emissionen und verbraucht wertvolle Ressourcen.

© Free-Photos/pixabay

2.700 Liter Wasser: Soviel benötigt die durchschnittliche Produktion eines Baumwoll-T-Shirts, das hauptsächlich beim Anbau und dem weiteren Herstellungsprozess benötigt wird. (BUND). Hinzu kommt der Transport um die halbe Welt und weitere Umweltbelastungen durch chemische Färbung. Die häufig schlechten Arbeitsbedingungen in Produktionsländern wie Bangladesch, China oder Indien sollten aber auch nicht unerwähnt bleiben.

Im vorangegangenen Klimatipp haben wir euch die Vielzahl an nachhaltigen Mehrwegbechern vorgestellt. Auch im Modebereich findet man immer mehr Anbieter, die klimafreundliche und fair produzierte Klamotten verkaufen. Ebenso erfreulich, für viele aber bestimmt nichts neues, ist der steigenden Kauf von gebrauchter Mode. Dies wird zunehmend beliebter und die Wege daran teilzuhaben immer vielfältiger

Einen Weg aus der Kleiderkrise finden: Slow fashion

 

Leider führt die Fast Fashion Industrie (teilweise werden im 2-Wochenrhytmus neue Kollektionen veröffentlicht) zum Drang immer neue Kleidung zu besitzen. Denn Kleider machen ja bekanntlich Leute. Doch das ist zum Glück auch im gebrauchten Zustand möglich. Der Überfluss in vielen Kleiderschränken führt gleichzeitig zu einem großen Markt an gebrauchter Ware, die häufig in einem fabelhaften Zustand ist. Shoppen ist möglich in diversen Second-Hand Läden oder auf Flohmärkten und Sozialkaufhäusern (mit entsprechender Berechtigung). Im Internet ist ebenfalls ein großer Markt entstanden, unter anderem auf folgenden Plattformen:

Neben diesen gibt es noch weitere non-monetäre Möglichkeiten, gebrauchte Kleidung zu finden oder weiterzugeben. Ein gelungenes Beispiel sind Kleidertauschevents, sobald die Kontaktbeschränkungen dies wieder zulassen. Du kannst beispielsweise einen Termin mit Freunden ausmachen, wo alle ungenutzten Dinge des eigenen Kleiderschranks mitbringen. Bei dem gemeinsamen Treffen findet es wahrscheinlich andere Lieberhaber*innen und du vielleicht auch ein neues Lieblingsstück. Alles was übrig bleibt, könnt ihr dann in die Altkleidersammlung oder an lokale Sammelstellen geben.

Zu guter Letzt verbleibt das eigenständige Nähen von Kleidung oder das Upcycling von nicht genutzten Stücken, um diese wieder interessanter zu machen und dem Neukaufen zu entgehen. Die Möglichkeiten sind riesig, weshalb nicht jedes Kleidungsstück ein Neues sein muss.

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