Projekt »Ideen erfahren«

 

Wozu ein Auto, wenn es doch Lastenfahrräder gibt?

Bereits seit 2010 wird einmal im Jahr für zwei Wochen in die Pedale getreten, um inspirierende Projekte und Zukunftsideen im wahrsten Sinne des Wortes zu "erfahren". Bis zu 40 Personen nehmen jährlich an der Radtour "Ideen erfahren" teil und das bedeutet es entsteht ein großer Versorgungsaufwand, da nicht jeder genügend Platz in seinem Rucksack oder auf dem Gepäckträger hat. Genau aus diesem Grund wurden die Touren stets mit zwei Versorgungsfahrzeugen begleitet, die Kochutensilien, Zelte und vieles mehr transportiert haben.

Dieses Jahr sollte es aber anders laufen. Das Projektteam hat sich auf die Fahne geschrieben, nachhaltiger unterwegs zu sein und möchten daher eines der Fahrzeuge durch 5 Lastenräder ersetzen. Wie das geklappt hat und wie es nach der Tour weitergehen soll, erzählt uns Tillmann in einem kurzen Interview.

Ein toller Anblick! Der Lastenradfuhrpark des Projektes Ideen erfahren © Ideen erfahren

1. Wie genau sieht euer Projekt aus? Beschreibt es mit drei Worten.

Gemeinschaftlich Ideen erradeln

 2. Wie seid ihr auf die Idee zu eurem Projekt gekommen? Warum braucht es euer Projekt?

Die Fahrradtour ist in ähnlicher Form schon in den letzten Jahren umgesetzt worden. Der neue Aspekt des ökologischen Transportes mit Lastenrädern ist entstanden, um die Abhängigkeit von Autos, welche die Tour begleiten zu verringern. Gleichzeitig soll auch weiterhin die Teilnahme ermöglicht werden, wenn mach einen eigenen Gepäcktransport nicht zutraut oder keine hochprofessionelle Ausrüstung har. Um also ökologisch und inklusiv zu sein, werden also Lastenräder gebraucht.

3. Was wollt ihr verbessern oder ändern?

Die Abhängigkeit von Autos weiterhin gering zu halten und im nächsten Jahr mit dem beim Nachtreffen selbst zu bauendem Lastenrad unterwegs zu sein und mehr technisches Wissen über Fahrräder sich anzueignen. Gleichzeitig wäre es eine Überlegung, ob man nicht noch besser packt und so die Abhängigkeit vom Auto weiter verringert, indem schon im Vorfeld alle Kochsachen auf ein Lastenrad verfrachtet werden. Andererseits wäre das noch mit einem deutlich größeren Aufwand verbunden und der Nutzen wäre wahrscheinlich zu klein.

4. Was war das Erste, was ihr gemacht habt?

Nach Möglichkeiten zu forschen, wie man die zahlreichen Angebote von Lastenrädern auch für eine längere Zeit ausleihen kann und welche Lastenräder es gibt.

5. Welche Schritte folgten? Gab es einen Plan?

Die nächsten Schritte haben sich daraufhin ergeben und sind im Austausch mit dem DIY-Projekt klar geworden. Über die Kontakte sind weitere Möglichkeiten zum Ausleihen entstanden.

 6. Hattet ihr Startkapital? Wenn ja, wie habt ihr das akquiriert? Gab es Förderer neben der Starthilfe von »DIY. Dein Mobilitätsprojekt«?

 Von den letzten Jahren war noch Geld übrig geblieben, was wir als Startkapital genutzt haben. Zudem wurden wir von der Stiftung Menschenwürden und Arbeitswelt gefördert.

7. Gab es Kooperationspartner, mit denen ihr zusammengearbeitet habt? Wie habt ihr diese akquiriert?

 Die Tour ist schon seit Beginn an Teil den Vereins "Ideen hoch 3", der uns in inhaltlichen Fragen und bei Administrativen unterstützt.

8. Würdet ihr das Projekt noch einmal genauso starten? Was würdet ihr anders machen?

Die Entwicklung hin zu Lastenrädern als Gepäcktransporträdern, die durch das DIY-Projekt ermöglicht wurde, finde ich sehr gut und denke, dass damit der Tour eine neue Dynamik verliehen wurde. Einerseits werden so die Vorteile von Lastenräder für alle Teilnehmenden erfahrbar und andererseits rückte so auch das Thema Transport in die Gruppe, was bisher immer ein Stück weit ausgelagert wurde.

Nun möchten wir ein eigenes Lastenrad bauen, dass wir für die nächste Tour nutzen können und ansonsten kostenlos in Leipzig ausgeliehen werden kann.

Nach einer langen Fahrt werden die 40 Radler herzlich von verschiedenen Initiativen und Projekten aufgenommen. © Ideen erfahren