Mobilitätslösungen von und für Auszubildende

Pedelecs sind ein Erlebnis für sich © Kim Villinger

Aufstehen, frühstücken und los zur Berufsschule - für viele Auszubildende beginnt der Tag bereits lange vor dem ersten Morgengrauen. Während andere noch vor sich hin schlummern dürfen, machen sich die Schüler und Schülerinnen des Oberstufenzentrum (OSZ) Teltow-Fläming oder des Berufsbildungszentrum (BBZ) Mölln auf den Weg zum Unterricht. Einige der Auszubildenden müssen bis zu 2 Stunden Reisezeit und mehrere Verkehrsmittel einplanen, damit sie rechtzeitig zur ersten Schulstunde auf ihrem Platz sitzen können. Das große Einzugsgebiet von Berufsschulen, die eher ländliche Lage und die unzureichende Vertaktung von Fahrplänen mit den Schulzeiten sind hierfür ausschlaggebend. Der Wunsch nach dem ersten eigenen Auto ist bei vielen Schülerinnen und Schülern daher groß und ebenso die Lernbereitschaft in den Pausen auf die Führerscheinprüfung. Um schnell und unkompliziert zur Berufsschule zu kommen, muss jedoch nicht jeder mit dem eigenen Auto anreisen. Gemeinsam mit den Auszubildenden beider Schulen haben wir uns alternative Mobilitätslösungen überlegt und wollen davon eine konkret werden lassen.

Von der Idee zum Konzept - so geht´s!

Nach einer Einführung ins betriebliche Mobilitätsmanagement und der Möglichkeit verschiedene Pedelec-Modelle Probe zu fahren, sammelten die BerufsschülerInnen vom OSZ Teltow-Fläming und vom BBZ Mölln basierend auf eigenen Erfahrungen Ideen, die ihre Mobilität zur Berufsschule verbessern können.

Die gesammelten Ideen betrafen dabei

  • den Bereich Fahrradinfrastruktur, indem für mehr und bessere Radwege gesorgt wird
  • die Verbesserung der Nahverkehrsanbindung sprich die Verringerung von Wartezeiten und das Schaffen von direkteren Verbindungen
  • sowie die Organisation von Mitfahrgelegenheiten zur Berufsschule

Mit Blick auf begrenzte Einflussmöglichkeiten, zeitliche Kapazitäten und dem Wunsch, zeitnah Ergebnisse zu erzielen, entschieden sich die Schüler und Schülerinnen beider Berufsschulen, unabhängig voneinander, für die Einrichtung einer Mitfahrplattform.

Doch wie entwickelt man eine Mitfahrbörse für die eigene Berufsschule? Dies klärte sich im zweiten Workshop. Denn in Arbeitsgruppen wurden ein Modell für die technische Umsetzung entwickelt und ein Kommunikationskonzept, um das Thema in die Berufsschule zu tragen.  Die Ergebnisse, die aus diesem Workshop hervorgegangen sind, fanden sowohl bei der Schüler- als auch der Lehrervertretung großen Zuspruch.

Während am BBZ Mölln die Bedarfsabfrage in der Schülerschaft läuft, geht es beim OSZ bereits darum, konkrete Fahrgemeinschaften zu vermitteln.

Ideensammlung © Kim Villinger
Präsentation des technischen Konzepts © Kim Villinger

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