Zero Emission auch in der Luft

Ich arbeite für den in Hamburg ansässigen Flugzeughersteller Airbus und meine Partnerin für die Deutsche Bahn in Köln. Wir leiten seit Jahren Projekte zur erfolgreichen Umsetzung der Zero-Emission-Mobilität im Nah- und Fernverkehr. Da wir eine Fernbeziehung führen und deshalb viel reisen, können wir privat unmittelbar von den bei unseren Firmen entwickelten Mobilitätslösungen für ein emissionsfreies Reisen profitieren.

Als Mitarbeiter der Flugzeugbranche nutze ich als Transportmittel nach Köln oder in den Urlaub in die USA auch bevorzugt das Flugzeug. Durch den Einsatz bahnbrechender innovativer Technologien ist es uns in den letzten zwei Jahrzehnten gelungen, ein emissionsfreies Fliegen zu ermöglichen. Die Flugzeuge verbrauchten ursprünglich am meisten Kerosin beim Start. Durch neue Technologien ist es uns gelungen, auf Treibstoff vollkommen zu verzichten.

Flugzeuge bestehen heutzutage hauptsächlich aus ultraleichten Faserverbundwerkstoffen. Somit wird für den Flugbetrieb nur noch ein Bruchteil der ursprünglichen Energie benötigt. Der Start erfolgt mittlerweile mit Hilfe einer Art Abschussrampe bzw. Startbeschleunigungsvorrichtung. In diese wird das Flugzeug eingespannt und rasant beschleunigt. Die Vorrichtung wird mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben und ist ebenfalls fähig, diesen zu speichern. Für den Steigflug auf Reisehöhe werden die Turbinen zugeschaltet, welche ihre Energie aus Hochleistungsakkumulatoren, die zuvor am Flughafen aufgeladen wurden, beziehen. Die Flughäfen werden zu 100% mit Öko-Strom versorgt. Hat das Flugzeug seine Flughöhe erreicht, geht es in den Gleitflug über. Die Höhe wird durch das Zuschalten der Turbinen gehalten. Die Akkumulatoren laden sich über der Wolkendecke über Solar-Panels, die auf der Flügeloberseite installiert sind, wieder auf und versorgen die Turbinen und das Bordsystem mit Energie. Die Landung erfolgt dann ebenfalls emissionsfrei im freien Gleitflug. Der elektrische Antrieb der Flugzeuge und das zunehmende Gleiten während der Flugphase reduzieren zudem die Lärmbelästigung auf ein Mindestmaß. Somit ist es uns gelungen, im Bereich der Passagierflüge eine Zero-Emission-Mobilität umzusetzen.
Bei kürzeren Strecken im Stadtgebiet, z.B. zum Einkaufen oder der Weg zur Arbeit, fahre ich Rad, gehe zu Fuß oder benutze die öffentlichen Verkehrsmittel. Besonders hier hat in den letzten Jahren eine enorme Entwicklung stattgefunden. Der Bahnverkehr kann dabei als wegweisender Vorreiter bezeichnet werden. Meine Partnerin Tina hat daran großen Anteil. Als Mitarbeiterin dieser Branche benutzt sie auch bevorzugt die Bahn, um zu mir nach Hamburg zu reisen.
Während im Jahre 2015 mit der Öko-Bahncard die Grundsteine für den emissionsfreien Bahnverkehr gelegt wurden, steht diese Art der Fortbewegung heute vollkommen im Zeichen der Zero-Emission-Mobilität. Das Stromversorgungsnetz der Deutschen Bahn wurde in den letzten 15 Jahren zu 100% auf Strom aus erneuerbaren Energien umgestellt. Nahezu sämtliche Streckenabschnitte sind mit Solaranlagen überdacht, die den direkten Strom in das Bahnnetz einspeisen. Zudem betreibt die Deutsche Bahn riesige In- und Offshore-Windparks, die das Netz mit Energie versorgen, wenn aufgrund der Wetterverhältnisse kein oder nur wenig Solarstrom gewonnen werden kann. Durch neue Brems- und Schienensysteme, sogenannte „Flüsterbremsen“ und „Flüsterschienen“, entstehen nahezu keine Lärmemissionen mehr.

 

Von: Jannis

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