Menschenunabhängiges Autofahren

27.02.2015 in Verkehrswende von Lena Christin

Neue dreiteilige Serie

 

Autonomes Fahren -

Brauchen wir in der Automobilität der Zukunft den Menschen überhaupt noch?

 

Teil 2

CC BY-NC-ND 2.0 opelblog Flickr

 

Dass sich die Automobilität immer mehr in Richtung Vollautomatik entwickeln wird, ist absehbar. Autos mit Abstandhalter, Einparkhilfen, Bremsassistenten und Spurwechselwarner sind schon heute auf unseren Straßen unterwegs. Von 2016 an könnte es technisch möglich sein, das Auto alleine in die vernetzte Parkgarage zu schicken. Irgendwann nach 2020 oder 2025 soll dann das vollautomatisierte Fahren kommen: das vernetzte Auto als von Sensoren, Kleinkameras und Minicomputern gesteuertes Fortbewegungsmittel. Technisch möglich, auf Teststrecken ist das heute schon, aber bis alle Straßen entsprechend ausgerüstet und die Technik geprüft und zugelassen ist, werden wohl noch einige Jahre ins Land gehen.

 

Neben aller Technikeuphorie, ist auch vor allem der Datenschutz eine zentrale und noch völlig ungeklärte Frage.

 

Auch die Politik hat die Entwicklungsrichtung schon erkannt, bereits im November 2013 hatte das Verkehrsministerium einen runden Tisch "Automatisiertes Fahren" eingerichtet, dem unter anderem Vertreter der Automobilindustrie, der Versicherungswirtschaft sowie der Forschung angehören, um herauszufinden, ob und wie sich das automatisierte Fahren in Deutschland realisieren lässt. Damit ist auch die Hoffnung verbunden, dass automatisierte Systeme einen wesentlichen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten. Und Verkehrsminister Dobrindt plant noch für 2015, im Rahmen eines Pilotprojekts ein Teilstück der Autobahn A 9 in Bayern so zu digitalisieren und auszurüsten, dass eine Kommunikation von Fahrzeug zu Straße sowie von Fahrzeug zu Fahrzeug möglich wird.

 

Ziel ist es Autos mit Assistenzsystemen und später dann auch voll automatisierte Fahrzeuge im Straßenverkehr zu testen.

 

Quelle: www.sueddeutsche.de/auto/autonomes-fahren-haende-weg-vom-lenkrad-1.2321538