Leben wir 2050 in autofreien Städten?

05.10.2014 in Verkehrswende von Lena Christin

"Wer Straßen sät wird Verkehr ernten", das ist inzwischen unzweifelhaft.

Aber gilt auch der Umkehrschluss? Wenn Straßen für Fußgänger, Fahrradfahrer und ÖPNV umgestaltet werden, werden die Autos dann verschwinden?

CC BY-NC-SA 2.0 Jonas Ginter/Flickr

Wenn heute in den Kommunen die Sanierung und der Umbau von Straßen beschlossen wird, nimmt der MIV (Mobilisierter-Individual-Verkehr) oft immer noch mehr Platz ein, als der Fuß-, Rad und öffentlichem Nahverkehr zusammen.

Aber wie wird das 2050 sein?

 

Es finden sich schon jetzt mancherorts in Deutschland autofreie Wohnviertel und sogar eine ganze Insel verzichtet auf Automobilität. Auf der 1,7 Quadratkilometer großen Insel Helgoland in der Nordsee sind Autos auch weitgehend überflüssig, da man in kaum mehr als 30min jeden Ort der Insel erreichen kann.

Aber ginge das nicht auch in jeder deutschen Innenstadt und was würde das bedeuten?

 

Nach wie vor werden die Menschen zum Arbeiten, Einkaufen und Wohnen in die Innenstädte kommen müssen, aber das geht meist ohne Auto sehr viel entspannter, denn die innerstädtische Parkplatzsuche und auch die Parkgebühren machen den Umstieg auf den öffentlichen Verkehr sowohl stressbedingt als auch finanziell immer attraktiver.

Und gerade in Zeiten knapper innenstädtischer Flächen und mangelnden Wohnraumes würde durch den Wegfall von Parkplätzen, breiten Straßen und hohen Parkhäusern viel gewonnen.

 

Beispiele, in denen Verkehrsplaner mit sogenannten Shared-Space-Konzepten schon in diese Richtung gegangen sind, zeigen auch eindrucksvoll, dass die Lebensqualität der Anwohner durch Straßenlärmverminderung ebenso, wie die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer und die Attraktivität der Straßen steigt.

 

Sind autoarme oder gar autofreie Städte also die Zukunft?

Was meint Ihr und wozu benutzt Ihr in der Stadt Euer Auto, oder macht ihr das überhaupt?

Ginge es auch ohne?