Kleider machen Leute... krank

13.12.2015 in nachhaltige Weltenbummler von Marlene

Beim Wandern, in den Bergen und auf Reisen sehe ich sie... Und nun, wo es draußen nass und kalt ist, auch täglich in der Stadt. Die Rede ist von Outdoorkleidung. Wasserdicht und hochatmungsaktiv muss sie sein. Und natürlich schmutzabweisend, strapazierfähig und winddicht. Möglichst knitterfrei, geruchsfrei und antibakteriell. Zudem modisch, in trendigen Farben und mit einem sportlichen Schnitt – fertig ist die Hightech-Outdoor-Ausrüstung des modernen Stadtmenschen, die Ursprünglichkeit, grenzenloses Abenteuer und sportliche Hochleistung verspricht.

Wir wollen die Natur erleben, doch bitte so, dass wir nicht allzu sehr damit in Berührung kommen. Schon gar nicht mir ihren negativen Erscheinungsformen, die den Spaß verderben könnten. Kälte, Wind und Regen sind unerwünschte Begleiter bei einer Bergtour – die schließen wir mit einer 500 Euro-Gore-Tex-Jacke einfach aus. Dank unserer Funktionsunterwäsche bleibt unser Körper trotz des Schwitzens trocken, selbst der gute alte Käsefuß fällt den Nano-Silber-Partikeln zum Opfer. So gehen wir bestens präpariert und vermeintlich naturverbunden als Sondermülldeponie durch die Welt. Ist das alles wirklich nötig?